Denkmalpreis 2012

Wohnhaus in Engerthal

Behäbig und unübersehbar liegt das Anwesen Engerthal 2 frei in der Landschaft. Bei dem aus dem Jahr 1739 stammenden Gebäude handelt es sich um ein regional typisches Bauernhaus, wie es sich vor allem im Raum zwischen Eggenfelden, Neumarkt und Frontenhausen findet. Man nennt diesen Gebäudetypus „Stockhaus“. Sein Hauptmerkmal besteht darin, dass die Giebelfront nicht, wie sonst üblich, über die Schmalseite, sondern über die Längsseite des Gebäudes ausgebildet ist. Die Dachflächen reichen weit hinunter. Den Wohnbereich in der Hausmitte, der über einen durchgehenden Fletz erschlossen wird, rahmen, energetisch klug bedacht, der Rossstall auf der Westseite und der Rinderstall auf der Ostseite ein. Über letzterem befand sich typischerweise der Heustock, über dem Pferdestall waren die Schlafräume situiert. Verschiedene Umbauten setzten dem Gebäude im Lauf der Zeit zu. Zwischendecken wurden ausgebaut, Gewölbe verändert, Holzwände durch Steinwände ersetzt. Schäden machten sich breit. Risse durchzogen das Mauerwerk, der Putz blätterte ab, Dielen morschten, Balkendecken gaben in ihrer Stabilität nach, Treppen wurden instabil. Die Gefährdung des Anwesens nahm zu, als ein zu ihm gehörendes landwirtschaftliches Nebengebäude im Jahr 2007 einstürzte.

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