Denkmalpreis 2011

Die „Villa Friedlaender“ in München

Das Gebäude Flüggenstraße 8 in München wurde 1909 errichtet. Es handelt sich um eine zweigeschossige, von einem Garten umgebene, großbürgerliche Villa mit ausgebautem Dachgeschoss. Küche und Vorratsräume, Hauswirtschaftsräume und Heizung befinden sich im Untergeschoss, das Erdgeschoss ist den Wohnräumen vorbehalten mit mehreren Wohnzimmern, einem großzügigen Esszimmer und einer weiträumigen Bibliothek. Die Schlaf- und Kinderzimmer nehmen das Obergeschoss ein. Im Dachgeschoss wurden weitere Kinderzimmer sowie ein „Studiolo“ des Hausherrn untergebracht. Das Gebäude ließ Rechtsanwalt Dr. Max Friedlaender nach Plänen der Gebrüder Ludwig errichten. In ihm wohnte und arbeitete er bis zum Verkauf des Gebäudes und seiner Emigration nach England im Jahre 1938. Der neue Eigentümer ließ das Anwesen in vier abgeschlossene Wohnungen unterteilen. Neue Wände wurden eingefügt, Fenster- und Türöffnungen verändert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude nicht zerstört. Doch unterblieb jeglicher weitergehende Bauunterhalt. Als es 2008 erneut zum Verkauf angeboten wurde, war es abgewohnt. Eine durchgreifende Sanierung war dringend geboten.

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