Denkmalpreis 1996

Vierseithof in Wolfhaming

Der Vierseithof in Wolfhaming wurde in den Jahren 1849 bis 1870 errichtet. Vier Gebäude umgeben den weitläufigen Wirtschaftshof, das Wohnhaus, die Remise, der Stadel und die Stallung. Alle Gebäudeteile, einschließlich der sie verbindenden Tore, sind prachtvoll verziert. Der Haumüller-Hof, wie er in Erinnerung an seinen Erbauer genannt wird, bildet ein einzigartiges Zeugnis bäuerlicher Baukultur in der Neugotik.

Als Peter Kirschner den Hof übernahm, war dieser in vielen Teilen in der Substanz gefährdet. Die Farben blätterten ab, Putzteile fielen herunter, Zierleisten waren weggebrochen. Er begann mit der Wiederherstellung von zwei Giebelfassaden nach historischem Vorbild, dann folgten Freilegungen der Zierputzflächen und der Stuckgliederungen.

Zahlreiche Gesimse, Lisenen, Draperiemotive der Fenster, die Dachuntersichten mit ihrem aufgesetzten Schnitzwerk sowie zahllose Laubsägearbeiten mit floralen Ornamenten mussten wiederhergestellt werden. Peter Kirschner übernahm einen Großteil der Arbeiten in Eigenregie, so dass man ohne Übertreibung sagen kann, dass die Restaurierung des Wolfhaminger Hofes im Wesentlichen das Werk eines einzigen Mannes ist.

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