Denkmalpreis 2016

Josef-Martin-Bauer-Haus in Dorfen

Das Einfamilienhaus wurde 1936 von Sep Ruf für den Schriftsteller Josef Martin Bauer errichtet. Das Gebäude gehört zum Frühwerk des damals noch jungen Architekten Ruf, lässt aber bereits einige Elemente modernen Bauens erkennen. Das in einfacher Bauweise erstellte Gebäude war mit einer Reihe handwerklich geprägter Elemente ausgestattet, die ebenfalls von Sep Ruf entworfen wurden und sich bis heute erhalten haben, wie z.B. Bibliothek, Ankleide, Einbauschränke, Garderobe und eine große Sitzbank.

Vermutlich seit den 1990er Jahren stand das Gebäude leer. In dieser Zeit wurden dringend notwendige Maßnahmen zum Bestandserhalt unterlassen. Das Bauwerk befand sich deshalb in einem verwahrlosten Zustand. Der Garten war komplett verwildert. 2013 wurde das Haus von Familie Ickler gekauft, um es selbst zu bewohnen.

Karin und Urs Ickler werden von der Jury dafür gelobt, dass sie einen herausragenden Bau von Sep Ruf in Dorfen in seinen wesentlichen Strukturen erhalten haben: Die junge Familie hat ihre Nutzungswünsche ganz den Gegebenheiten des überlieferten Hausgrundrisses angepasst und hat den qualitätvollen Innenausbau weitgehend erhalten.

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