Denkmalpreis 2009

Maschinenhäuser der Zwirnfabrik Göggingen

Die Stadt Augsburg besitzt nicht nur als Fuggerstadt europäische Bedeutung. Zahlreiche bedeutende Gebäude erinnern auch noch an ihre textilwirtschaftliche Glanzzeit. Ein architektonisch wie städtebaulich ansehnliches Beispiel bilden in diesem Zusammenhang die Gebäude F 15 und F 16 der Zwirnerei und Nähfadenfabrik Göggingen. Der Architekt des Gebäudes F 16 ist nicht bekannt, wohl aber der des Maschinenhauses F 15. Es handelt sich um Philipp Jacop Manz, der auch den Augsburger Glaspalast plante. Beide Gebäude dienten ursprünglich als Maschinenhäuser und sind deshalb als große Hallen ausgebildet. In dem um 1889 entstandenen älteren Gebäudeteil soll vor etwa 100 Jahren der erste liegende MAN-Dieselmotor angelaufen sein. Die Nutzung der Gebäude wechselte mehrfach. Mangelnder Bauunterhalt hinterließ unübersehbare Spuren, jahrelang standen die Gebäude leer. Ein Abbruch wurde erwogen. In dieser Situation entschloss sich Michael Kießling, das Ensemble zu erwerben, um es mit einem erfahrenen Architekten instand zu setzen. Die Hallen wurden als solche erhalten, reversible Einbauten erlauben eine zeitgemäße Nutzung als Büros. Die Dachkonstruktionen wurden belassen, nicht zuletzt, um an die ursprüngliche Nutzung mit einem innenliegenden, fahrbaren Kran erinnern zu können. Außen wurden die späteren Zubauten entfernt, das architektonische Grundkonzept wieder erlebbar gemacht.

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