Denkmalpreis 2002

Fachwerkhaus in Bad Windsheim

Bei dem Wohn- und Geschäftshaus handelt es sich um ein schlichtes, giebelständiges Gebäude mit steilem Dachgeschoss. Hervorzuheben ist insbesondere die Dachkonstruktion, die auf das Jahr 1318 zurückgeht. 1487 ersetzte ein Steilgiebel den ursprünglichen straßenseitigen Schopfwalm. Vermutlich diente das Gebäude ursprünglich als Schranne; im 17. und im 18. Jahrhundert baute man allerdings das Erd- und das Obergeschoss für Wohnzwecke aus.

Das Gebäude war im Laufe der Zeit durch Vernachlässigung des Bauunterhalts heruntergekommen, das statischkonstruktive Gefüge akut gefährdet. Damals entschlossen sich Werner und Martin Staudinger sowie Karl-Heinz Liebberger und Walter Schwarz, das Gebäude zu retten. Den ursprünglich im Erdgeschoss für Wohnzwecke genutzten Gebäudeteil gestalteten sie für die Zwecke einer Apotheke um. Das Kehlbalkendach wurde gesperrweise exakt aufgemessen; dabei entschieden sie sich im Hinblick auf die herausragende Zeugnisqualität des Dachstuhls, diesen von jeder Nutzung freizuhalten; auf Dachgaupen verzichteten sie.

Apotheke am Kornmarkt

 

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