Denkmalpreis 2007

Klostermühle Altenmarkt bei Cham

Am Quadfeldmühlbach im westlichen Regental liegt die ehemalige Klostermühle in Altenmarkt bei Cham. Mit ihren Nebengebäuden bildet sie eine nahezu regelmäßige Vierseitanlage aus. Im Westen steht das stattliche, in seiner Kernsubstanz in das 15./16. Jahrhundert zurückreichende Hauptgebäude mit zwei Vollgeschossen und einem Schopfwalmdach. Nach Osten schließt sich entlang des Baches eine langgezogene Scheune an. Backofen, Pferde- und Rinderstall umschließen den Hofraum im Übrigen. Im Großen und Ganzen handelt es sich um den Grundriss der Erbauungszeit, der sich bis auf den heutigen Tag erhalten hat.

Haupt- und Nebengebäude standen lange Zeit ungenutzt leer. Undichtigkeiten in den Dächern führten zu schweren Schäden am Dachwerk. Eine ernsthafte Substanzgefährdung des Gebäudes stellte sich ein. Damals konnten Alfred und Melanie Rauscher, trotz des sehr schlechten Bauzustandes, überzeugt werden, die Gebäude für die Errichtung eines ländlichen Kulturzentrums zu erwerben. In mehreren Abschnitten realisierte man dann die Restaurierung. Die Gebäude wurden stabilisiert, die Dachfußpunkte zimmermannsmäßig repariert, Dachhaut und Wände fachgerecht wiederhergestellt. Im Inneren achtete man auf die Wahrung des historischen Grundrisses. Sämtliche Holzbalkendecken konnten gehalten werden.

Es gelang, das geplante, ländliche Kulturzentrum in die Anlage zu integrieren, ohne verfälschende Eingriffe in den historischen Bestand vornehmen zu müssen.

Klostermühle Altenmarkt

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