Denkmalpreis 1999

Bauernhof in Langenstadt

Die Instandsetzung des Anwesens Langenstadt Nr. 24 ist ein überzeugendes Beispiel für Denkmalpflege auf dem Land. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen kleinen, winkelförmig angelegten, Bauernhof mit Scheune, Bauerngarten und Taubenschlag, im Wesentlichen aus dem 18. Jahrhundert. Sein heutiges Erscheinungsbild mit dem gemauerten, verputzten Erdgeschoss und dem verbretterten Haupt- und Giebelgeschoss prägte das 19. Jahrhundert. Das Innere zeichnet eine im ersten Obergeschoss gelegene Bohlenstube mit Dekorationsmalereien aus der Mitte des 18. Jahrhunderts aus. Das in der Nähe eines Baches im Überschwemmungsgebiet gelegene Gebäude stand lange leer. Ihm drohte, wie so vielen anderen kleinen Bauernhöfen, die für Oberfranken typisch sind, der vollständige Verfall. Da entschloss sich Peter Dietrich Wendt, unterstützt von seiner Frau, das Haus für Wohnzwecke zu erwerben. Er sicherte den kompletten Bestand. Behutsam modernisierte er das Anwesen.

Vorsichtig wurden in den Stallteil Sanitäranlagen eingepasst, sogar die historische Küche mit Herd und Fußboden wurde erhalten. Peter Dietrich Wendt widmete sich seiner Aufgabe mit außerordentlichem Einsatz und Geldmitteln und trug in bemerkenswertem Maße auch durch qualifizierte Eigenleistungen handwerklicher und restauratorischer Art zum Erfolg der  Instandsetzung bei.

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