Denkmalpreis 1992

Mühle in Salgen

Bei der Mühle in Salgen handelt es sich um ein stattliches, an der Mindel gelegenes Satteldachhaus mit Wohnteil im Westen und Wirtschaftsteil im Osten aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zusammen mit dem südlich gelegenen Stadel von 1824 bildet sie ein ortsbildprägendes Ensemble von hohem Rang.

Als das Ehepaar Kienle das Gebäude erbte, befand es sich in stark angegriffenem Zustand. Dennoch entschlossen sich die neuen Eigentümer, die Mühle für Wohnzwecke instand zu setzen. Zunächst wurde das Dach saniert. Dann begann man, beraten von Landratsamt und Landesamt für Denkmalpflege, unter Mitwirkung des Kreisheimatpflegers und eines Restaurators, ein Instandsetzungskonzept zu entwickeln. Die Traufund Ortganggesimse wurden repariert. Die Ecklisenen konnten gehalten und fachgerecht restauriert werden. Die Farbgebung außen richtete sich nach dem historischen Befund.

Die überaus behutsame Instandsetzung legt ein beredtes Zeugnis dafür ab, dass historische Gebäude, auch bei sorgfältiger, nach den Prinzipien der klassischen Denkmalpflege erfolgender Restaurierung, ohne unangemessenen Aufwand für eine moderne, zeitgemäße Nutzung adaptiert werden können.

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