Denkmalpreis 2016

„Weber-Häusl“ in Pfaffenhofen an der Ilm

Das ehemalige Kleinbauernhaus mit Greddach und Stüberlvorbau wurde nach einem Brand in den Jahren 1704/1705 neu errichtet und 1870 erweitert; Grundmauern stammen noch von 1639. 1957 wurden grobe Umbauarbeiten vorgenommen, die zu erheblichen Schäden durch unsachgemäße statische Eingriffe und Feuchtigkeit führten. Maria Magdalena Cetinbas konnte das über Jahre weitgehend ungenutzte Gebäude von der Stadt Pfaffenhofen kaufen.

Reparatur und Erhaltung des „Weber-Häusl“ in Pfaffenhofen an der Ilm sind vorbildhaft in vielerlei Hinsicht: Das bescheidene Anwesen wurde von Frau Cetinbas mit Augenmaß, großer formaler Sicherheit und wohlüberlegtem Mitteleinsatz instandgesetzt. Alle Maßnahmen sind handwerklich und ästhetisch gelungen, die neue Bewirtschaftung von Haus und Garten entspricht in kluger Zurückhaltung dem überlieferten Bestand. Das Haus ist ein letzter Fixpunkt in einer weitgehend veränderten vorstädtischen Situation, die Jury hebt besonders hervor, dass hier mit sehr bescheidenen Mitteln und großem persönlichen Engagement ein schönes Zeugnis langer und eindrucksvoller profaner Baugeschichte für die Zukunft gerettet werden konnte.

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