Denkmalpreis 1986

Sterpersdorfer Mühle in Höchstadt

Unter den zahlreichen Mühlen des Aisch-Grundes gehört die Sterpersdorfer Mühle zu den erstaunlichsten und am vollständigsten erhaltenen Anwesen. Außer dem Mühlengebäude selbst, einem Walmdachbau des 18. Jahrhunderts mit massivem Erdgeschoss und Fachwerkobergeschoss, existieren noch eine große Fachwerkscheune, die im Kern bis auf das 16. Jahrhundert zurückgeht, dazu ein Stallgebäude des frühen 19. und ein Sägewerk des 18. Jahrhunderts.

Alle Gebäude gruppieren sich um einen Hof und werden nach außen durch einen Umlaufgraben abgeschirmt. Die historische Ausstattung des Wohnhauses hat sich teilweise erhalten. Hervorzuheben ist die mit einer biedermeierlichen Schablonenmalerei dekorierte Wohnstube mit anschließendem Schlafgemach im Obergeschoss.

Die Gebäude gerieten infolge längerer Vernachlässigung des Bauunterhalts durch die Voreigentümer in sehr schlechten Zustand. Sämtliche Dächer wurden undicht; die eindringende Feuchtigkeit griff das konstruktive Gefüge massiv an. Bei dem Sägewerk entstand akute Einsturzgefahr, die steinerne Bogenbrücke war schon im Scheitel eingebrochen, das Backhaus ruinös. Damals entschloss sich Helmut Giehl, das Gebäude instand zu setzen.

Er ließ die Fachwerkkonstruktionen und die massiven Mauern grundlegend sanieren. Sämtliche haustechnische Anlagen und Einrichtungen modernisierte er, um die Gebäude wieder bewohnbar zu machen. Die historischen Außenanlagen wurden instand gesetzt.

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