Denkmalpreis 2004

Die „Stampfermühle“ in Berching

Am Rand der malerischen alten Stadt Berching liegt die Stampfermühle. Ein mächtiger Treppengiebel mit hoch aufragendem Dach zeichnet das im Jahr 1628 errichtete Mühlengebäude aus. Zur Gebäudegruppe der „Stampfermühle“ zählen neben zwei Scheunen noch ein Austragshaus, ein Stallgebäude sowie verschiedene einfache Schuppen. Das Mühlenhauptgebäude besitzt neben den Wohn- und Schlafräumen sowie der Rauchkuchl noch die komplette Mühleneinrichtung mit Mahlwerken, Fördereinrichtungen und Walzstühlen.

Der Urgroßvater der heutigen Besitzerin war auf der Mühle bis 1901 tätig, ihm folgten als Müller der Großvater und der Vater. Erst 1953 wurde die Mühle eingestellt. Als Johanna Hufnagl das Gebäude von ihrem Vater 1982 erbte, war es unbewohnbar geworden.

Zu Beginn der 90er Jahre entschloss sich die Eigentümerin, das Anwesen instand zu setzen und einer neuen Nutzung zuzuführen. Die Erhaltung des historischen Bestands bildete dabei ein Leitmotiv. Um das Mühlengebäude weitgehend unverändert erhalten zu können, wurden die Fremdenzimmer in den Nebengebäuden untergebracht. Sorgfältig wurden im Hauptgebäude historische Ausstattungen wie barocke Öfen, Türblätter, Fenster und Fußböden restauriert.

Heute ist die „Stampfermühle“ ein gemütliches, stimmungsvolles Familienhotel mit Restaurant, das zum Verweilen einlädt. Alte Gerätschaften, Zahnräder, Antriebswellen und viele Requisiten erzählen dem Betrachter die Geschichte der Mühle. Wo früher die Schlafkammer des Müllers war, wird heute gegessen. Und bei warmen Wetter findet man ein schattiges Plätzchen im Biergarten am leise rauschenden Mühlbach.

Stampfermühle

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