Denkmalpreis 2000

Stadthaus in Passau, Schmiedgasse

Bei dem Anwesen handelt es sich um ein sehr schmales Wohnhaus mit mittelalterlichem Grundriss. Ein überwölbter Seitenflez führt von der Gasse an den Gewölben des Erdgeschosses vorbei durch 18 m Haustiefe zum südlichen hinteren Hofausgang. Auf halber Haustiefe führt eine gewundene Stiege in die gewölbte Diele des ersten Obergerschosses. Dort schließt sich eine ehemalige Rauchküche nach Westen an; strassenmäßig liegt der Wohnraum, dem im Süden ein „Gartenzimmer“ entspricht.

Charles und Elisabeth Madsen erwarben das Gebäude, um es instand zu setzen. Dabei stand von Anfang an eine fachgerechte Restaurierung nach denkmalpflegerischen Grundsätzen im Mittelpunkt der Überlegungen. Aus diesem Grund begann man zunächst mit einer exakten Bauaufnahme. Die ursprüngliche, grundrissliche Einteilung des Hauses konnte auf diese Weise sichtbar gemacht werden, zwei Bohlenbalkendecken, die unter Putz verborgen waren, wurden entdeckt. Die gesamte Sanierungsmaßnahme ist dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem Instandsetzungsschritt von der Eigenart des Baudenkmals ausgegangen wurde. Ein außerordentlich geschlossenes Raumerlebnis, frei von jeder Störung, entstand.

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