Denkmalpreis 1989

Das „Büchsenmacherhaus“ in Burghausen

Das Anwesen In den Gräben 160 – das „Büchsenmacherhaus“ – ist ein nur etwa fünf Meter breites, dreigeschossiges Wohnhaus, das im Kern vermutlich noch aus dem 16. Jahrhundert stammt. Mit seinen drei Fensterachsen, der hohen, einfach gestuften Vorschussmauer und den beiden charakteristischen Regenauslässen für das Grabendach bildet es ein typisches Burghausener Altstadthaus.

Der Eigentümerin, Monika Mayer, stand schon zu Beginn der Maßnahme nur eine beschränkte Summe zur Durchführung der Instandsetzung zur Verfügung. Immer wieder musste deshalb nach sparsamen, den fachlichen Anliegen der Denkmalpflege aber dennoch gerecht werdenden Lösungen auch im Detail gesucht werden, wobei stets auf die historischen Grundrisse bedacht genommen wurde. Die Eigentümerin arbeitete im Übrigen bei der Renovierung auch selbst tatkräftig mit. Sie befreite die Balkendecken in den Wohnräumen von störenden Ölfarbenanstrichen. Sie suchte selbst nach historischen Vorbildern für den Bodenbelag in den Wohnräumen sowie für die zu erneuernden Türen.

Die Instandsetzung des Anwesens In den Gräben 160 ist ein gutes Beispiel dafür, dass denkmalpflegerische Maßnahmen fachgerecht auch dann durchgeführt werden können, wenn nur beschränkte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

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