Denkmalpreis 1995

Das „Birnbaum-Häusl“ in Ingolstadt

Das Haus Bei der Schleifmühle 17 zählt zu den ältesten Gebäuden Ingolstadts. Der aus Fachwerk errichtete Gründungsbau stammt, wie eine dendrochronologische Untersuchung ergab, noch aus dem Jahr 1473. Bei einer Hauserweiterung wurde er in ein Massivhaus integriert.

Wegen seiner schlechten Nutzungsmöglichkeiten stand das Gebäude jahrelang leer und ungenutzt. Da entschloss sich die Familie Martiny, das für die Geschichte Ingolstadts wichtige Anwesen zu erwerben. Der Instandsetzung wurde ein genaues, sorgfältig ausgearbeitetes, verformungsrechtes Bauaufmaß zugrunde gelegt. Befunduntersuchungen wurden durchgeführt, umfangreiche Grabungen vorgenommen.

Die detailgerechte Planung erlaubte es auch, eine angemessene, wirtschaftlich vertretbare Nutzung in das Gebäude zu integrieren; jetzt befinden sich in ihm ein Ladengeschäft sowie zwei kleinere Wohnungen. Trotz der hieraus erzielten Einnahmen forderte die Instandsetzungsmaßnahme außerordentliche wirtschaftliche Opfer von dem Bauherrn.

Heute bildet das Gebäude, das wegen eines westlich des Hauses im Vorgarten stehenden Birnbaums auch „Birnbaumhäusl“ genannt wird, ein bemerkenswertes, historisches Schmuckstück in der Altstadt von Ingolstadt.

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