Denkmalpreis 1997

Die „Reitermühle“ in Thierhaupten

Das malerisch an der wasserreichen Friedberger Ach gelegene zweigeschossige Mühlengebäude wird von einem mächtigen Mansarddach bekrönt. Einige Bauteile lassen sich zwar in die Zeit um 1550 zurückdatieren, doch entstand das heutige Erscheinungsbild der Anlage im Wesentlichen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

1959 musste der Mühlenbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Im Laufe der Jahre entstand akute Einsturzgefahr. Barbara Seidenschwann, die die Mühle 1994 erwarb, beabsichtigte von Anfang an, ein Mühlenmuseum zu errichten: eine Getreidemühle, eine Papiermühle, eine Ölmühle und schließlich eine Sägemühle sollten unter einem Dach gezeigt werden. Das Gebäude wurde zunächst stabilisiert, die Dachhaut geschlossen; die Außenputze wurden gesichert. Mitte 1996 konnte schließlich mit der Wiederherstellung der Wasserbauanlage begonnen werden. Heute ist die ehemalige Klostermühle von Thierhaupten wieder instand gesetzt, sie ist ein „lebendes“ Museum mit vielfältigen technischen und historischen Funktionen geworden.

Klostermühlenmuseum

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