Denkmalpreis 2012

Jagdhaus in Schönau an der Brend

Bei dem Anwesen Rhönstraße 60 in Schönau an der Brend, im nördlichsten Teil Unterfrankens, handelt es sich um ein herausragendes Denkmal des Historismus. Von Baurat Arthur Johlige aus Leipzig als Forstund Jagdhaus entworfen, ist es bis in kleinste Detail hinein in zeittypischer Weise durchgestaltet. Es vereint Motive des Schweizer Hauses mit solchen oberbayerischer Bauernhäuser. Das Erdgeschoss ist in Mauerwerk aufgeführt, das Ober- und das Dachgeschoss auch in Holzkonstruktion. Innen wie außen sind Ausstattung und Dekoration außerordentlich aufwendig gehalten. Die im Erdgeschoss liegenden Fenster wurden mit Lüftlmalereien im Stil des Neurokoko geziert, das Obergeschoss mit Langschindeln verkleidet, die Balkone und Fenster mit fein ausgesägten und bemalten Brettern und Läden verziert.

Das Innere imponiert zunächst im Erdgeschoss mit einer großzügigen, vertäfelten Halle mit Treppenaufgang und gewölbtem Speisesaal. Diesem schließt sich eine Bauernstube mit umlaufender Eckbank an. Gemalte Bänderungen aus Pflanzen und Früchten schmücken die Räume. Geschnitzte und bemalte Möbel tragen in besonderer Weise zur wohnlichen Atmosphäre des Hauses bei.

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