Denkmalpreis 2001

Der „Gansl-Hof“ in Prünst

Der „Gansl-Hof“, einer der wenigen Vierseithöfe im Bayerischen Wald, wird urkundlich erstmals 1242 erwähnt. Die heutige Anlage, die aus einem Wohnstallhaus mit hohem Kniestock und verbrettertem Giebelschrot, einem 1742 datierten Steildachstadel und einem geständerten Troadkasten besteht, entstand im 18. und 19. Jahrhundert. Seit 1970 stand das Anwesen leer, die Dächer brachen ein.

In diesem Zustand erwarb Isolde Wanner, eine alleinerziehende Mutter, das Anwesen. Zunächst machte sie zwei Räume im Erdgeschoss bewohnbar. Von dort aus trieb sie die Restaurierung der einzelnen Gebäude systematisch voran. So rekonstuierte sie die Tragkonstruktion und das Dach des Stadels. Dann errichtete sie ein neues Dach mit Dachkonstruktion über den Stallungen, die Sanierung des Troadkastens und eines alten Backofens schlossen sich an. Parallel hierzu widmete sie sich kontinuierlich der Instandsetzung des Wohnhauses, Raum für Raum wurde restauriert. Über die Baumaßnahmen hinaus führte sie auch das Umfeld der Gebäude zu einer ortstypischen gärtnerischen und landwirtschaftlichen Nutzung zurück. Heute präsentiert sich der „Gansl-Hof“ wieder als gepflegtes bäuerliches Anwesen.

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