Denkmalpreis 1992

Friedensbergkapelle in Marktschellenberg

Die Kapelle St. Johann Baptist ist eine schlichte, barocke Anlage von 1710. Sie gehörte ursprünglich zu dem danebenliegenden fürstpröpstlichen Ansitz Friedensberg. Das Innere schmückt eine prächtige Stuckdecke aus der Erbauungszeit. Hervorzuheben ist die hervorragende Lage des Baukörpers in weithin einsehbarer Situation über Marktschellenberg.

Die Eheleute Krispler übernahmen die Kapelle 1967. Damals befand sich das Anwesen bereits in schlechtem baulichen Zustand. Das schindelgedeckte Dach war so schadhaft, dass Wasser in den Kapellenraum eindrang und die stuckierte Flachdecke stark beschädigte. Der Vorraum und die Sakristei wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

1974 entschlossen sich die Eigentümer, die Restaurierungsarbeiten in Angriff zu nehmen. Da sie selbst nicht über größere finanzielle Mittel verfügten, bedeutete die Instandsetzung von Anfang an eine erhebliche finanzielle Belastung. In mühevoller Arbeit besserte Herr Krispler die Dachpfetten aus. Er legte die Dachrinne neu an. Das Dach deckte er mit Holzschindeln ein. Tatkräftig half er bei der Ausbesserung des Außenputzes mit.

Überraschend verstarb Herr Krispler 1981. Trotz der nunmehr entstandenen Notlage entschloss sich seine Frau Hildegard Krispler, das Werk ihres Mannes fortzuführen. In kleinen Schritten, entsprechend ihren finanziellen Möglichkeiten, wurden die Instandsetzungsmaßnahmen vorangetrieben. Im Juli 1990 konnte die Restaurierung abgeschlossen werden.

Heute treffen sich die Frauen aus dem Gemeindegebiet Marktschellenberg wieder einmal im Monat zu einem gemeinsamen Rosenkranz in der Kapelle. Ein Hochamt wird jährlich zum Johannisfest gefeiert.

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