Denkmalpreis 2001

Das „Färberhaus“ in Schwandorf

Im nordwestlichen Teil der Altstadt von Schwandorf liegt das aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammende Anwesen. Zur Straße hin besteht es aus einem Haupthaus mit siebenstufigem Treppenziegel, zur Hofseite besitzt es einen Schopfwalm mit zweigeschossigen Altanen. Bemerkenswert ist der Grundriss; er besteht aus einem in der Mitte liegenden Steinkern, der als offener Kaminschacht das Haus bis zur Dachspitze durchzieht. Alle Räume haben eine Balkenbohlendecke. Das Gebäude war 1990 akut einsturzgefährdet.

In dieser für die weitere Existenz des Baudenkmals entscheidenden Phase entschloss sich Dieter Michel, das Gebäude zu retten. Er erwarb es von der Gemeinde, die jahrelang vergebens einen Käufer gesucht hatte, ließ ein Instandsetzungskonzept erarbeiten und wagte die kostspielige Sanierung. Persönlich wirkte er darauf hin, dass keine die historische Aussagekraft des Gebäudes reduzierenden Eingriffe vorgesehen wurden. Die Elektro- und Heizungsleitungen wurden so verlegt, dass die vorhandenen historischen Putze nicht gestört werden mussten. Der Rauchkamin als bestimmendes architektonisches Moment konnte erhalten werden.

 

Färberhaus-Stub’n

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