Denkmalpreis 2001

Fachwerkhaus in Lindau, Maximilianstraße

Es handelt sich hier um ein aus mehreren Teilen bestehendes verwinkeltes Anwesen auf einem sehr schmalen, langgestreckten Parzellengrundstück. Vom viergeschossigen straßenseitigen Haupthaus aus erschließt ein in der Höhe des ersten Obergeschosses verlaufender hölzerner Laubengang die im nördlichen Bereich situierten Nebengebäude. Diese Gebäudegruppe mitten in der Stadt geht in Teilen bis in das 16. Jahrhundert zurück.

Als Werner und Dr. Maria Berschneider das Anwesen 1998 erwarben, befand sich das Haupthaus zwar in gutem Zustand, der gesamte Innenhof dagegen war akut in der Substanz gefährdet. Zunächst ließen sie ein Restaurierungs- und Nutzungskonzept entwickeln, das im Wesentlichen von der Erhaltung und Reparatur des Bestandes ausging. Auf eine intensivere wirtschaftliche Nutzung des Hofbereiches wurde verzichtet. Die Gänge wurden repariert, die Dächer neu eingedeckt. Die Fachwerkfassade zum Hof erhielt wieder ihr ursprüngliches Aussehen; sorgfältig achtete man bei den verputzten Gefachen auf die Anbringung des Begleitstrichs. Das Barockzimmer mit den originalen Wandvertäfelungen wurde wie alle anderen noch vorhandenen historischen Ausstattungsstücke aufwendig restauriert.

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