Denkmalpreis 2002

Das „Emerenz-Meier-Haus“ in Schiefweg

Mitten am Dorfplatz in dem heute in die Stadt Waldkirchen eingemeindeten Dorf Schiefweg liegt das „Emerenz-Meier-Haus“. Seine malerische Erscheinung erinnert an die Entstehungszeit im frühen 18. Jahrhundert. Das Erdgeschoss und ein Teil des Obergeschosses sind aus Mauerwerk aufgeführt, Obergeschoss und Dachgeschoss im übrigen in Holzblockbauweise errichtet. Der giebelseitige Balkon und das flachgeneigte, steinbeschwerte Legschindeldach kennzeichnen das Anwesen als eines der letzten regionalen Beispiele eines alpenländischen Haustyps.

Das Gebäude, in dem die Volksdichterin Emerenz Meier (1874-1928) geboren wurde, war viele Jahre akut in der Substanz gefährdet. Seit 1985 stand es leer. 1997 gründete sich dann der „Emerenz-Meier-Haus-Verein“. Er kaufte das Gebäude und trieb die Instandsetzung voran. Sorgfältig wurden in dem verwahrlosten Haus die Mauer- und Holzteile saniert. Ausbrechende Mauerstücke ergänzte man händisch. Angefaulte Teile der Dachsparren wurden zimmermannsmäßig angeschäftert. Mit der gleichen Sorgfalt setzte man die restaurierungsarbeiten im Inneren fort. Heute präsentiert sich das Haus als Mittelpunkt des Ortes. Im Erdgeschoss ist eine Gastwirtschaft untergebracht, im Obergeschoss befindet sich ein kleines Museum.

 

Emerenz-Meier-Haus-Verein

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