Denkmalpreis 1999

Pfarrhaus in Röttenbach

Der zweigeschossige Walmdachbau stammt von 1716, mit vollständig erhaltener, bauzeitlicher Ausstattung. Das Innere prägen ein großzügiger, regelmäßiger Grundriss sowie Stuckdecken. Das Wappen der Portalbekrönung erinnert an den Bauherrn, einen Landkomtur des Deutschherren-Ritterordens. Seit dem Weggang des letzten Pfarrers 1967 stand das Gebäude leer, Dachdeckung und Dachentwässerung wurden schadhaft, Putz und Mauerwerk zeigten schwere Schäden.

Michael Kratzer erwarb das Gebäude und entwickelte zunächst auf der Grundlage verformungsgerechter Aufmaßpläne und restauratorischer Befunduntersuchungen eine die historischen Grundrisse und Ausstattungsdetails des Bauwerks respektierendes Instandsetzungsprojekt. Danach erfolgte mit großer Sorgfalt die Instandsetzung selbst, wobei die Familie keinen Aufwand scheute, um ihrem künftigen Wohnhaus ein stimmiges Erscheinungsbild zu geben. Historische Putze wurden erhalten, barocke Kreuzstockfenster restauriert und bei Erneuerungsarbeiten auf die tradierten Gegebenheiten Rücksicht genommen. So konnte ein für Mittelfranken typisches historisches Pfarrhaus gerettet werden.

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