Denkmalpreis 1999

Wirtschaftshof in Augsburg

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen noch in das 16. Jahrhundert zurückreichenden ehemaligen Wirtschaftshof mit Abseite und Garten. Er ist durch eine weite Toreinfahrt zugänglich. Im Hof führt eine überdeckte, hölzerne Außentreppe des Ostflügels in die Wohngeschosse des Nordflügels. Die Abseite des Vorderhauses öffnet sich mit Säulenarkaden nach Süden. Das Innere schmückt ein Festsaal mit Kassettendecke.

1985 erwarben Siegfried und Ilse Schineis die weitläufigen Gebäude. Mehr als 10 Jahre widmeten sie sich dann ihrer Restaurierung. Als vordringlich erwies sich dabei eine statische Sicherung des in der Substanz gefährdeten Anwesens, die Entwicklung eines Erschließungssystems schloss sich an. Instandsetzungskonzepte wurden für jeden einzelnen Raum ausgearbeitet. Wo immer möglich, rettete man die historischen Fußbohlendielen, die Türstöcke und die Türen, die Holzbalkendecken, die Fenster mit ihren Laibungen und den historischen Putz.

Die Gebäudegruppe legt heute wieder Zeugnis ab vom Lebensstil der reichsstädtischen Augsburger Oberschicht im frühen 17. Jahrhundert.

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