Denkmalpreis 2002

Die „Vest’n“ in Pressath

Zu den ältesten Gebäuden der Stadt zählt die frühere „Vest’n“. Bei ihr handelt es sich um einen ehemaligen, urkundlich bis in das 13. Jahrhundert zurückzuverfolgenden, Edelsitz. Das Gebäude ist dreigeschossig angelegt.

Das Gebäude befand sich seit 1846 im Eigentum der Familie von Christa Reichl. Sie übertrug die „Vest’n“ ihrem Mann Helmut. Seither arbeiteten sie beide mit viel Idealismus und allen zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln darauf hin, die Innenräume bewohnbar zu machen und das Äußere fachgerecht instand zu setzen. Eine große Aufgabe erwartete sie, da das Haus in den vergangenen Jahrzehnten für sehr unterschiedliche Nutzungen, wie beispielsweise eine Brennerei und eine Zündholzfabrik, verwendet worden war. Die Treppenanlage passte man den Gebäudeproportionen an. Das Mauerwerk wurde sorgfältig gesichert, Gebäudeverformungen wurden durch den Einbau von Zugankern stabilisiert. Modernste, denkmalpflegerische Erkenntnisse legte man der Sanierung des Dachstuhls zugrunde, marode Balken wurden erneuert, die Statik zimmermannsmäßig gestärkt. Um den Solitärcharakter des Gebäudes wieder zu gewinnen, wurde der in den 60er Jahren angefügte Balkon wieder entfernt und der an der Nordseite außen liegende Heizungskamin abgebrochen.

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