Denkmalpreis 2003

Hirtenhaus in Mallerstetten

In Mallerstetten, im südlichen Teil des Landkreises Neumarkt, treffen zwei historische Hauslandschaften aufeinander, einerseits das flachgeneigte Jurahaus und andererseits das fränkische Fachwerkhaus mit Steildach. Das unmittelbar an der Hauptstraße gelegene, um 1828 als Hirtenhaus errichtete, Wohnstallhaus zeigt alle typischen Baudetails eines Jurahauses. Es ist vollständig aus Kalkbruchsteinen errichtet. Seine Außenmauern sind verputzt. Charakteristisch sind der in Fachwerktechnik errichtete Kniestock und das flache Satteldach mit einer Eindeckung aus Kalkstein-Legschieferplatten. Im Inneren des nur 8,5 x 9,5 Meter großen Anwesens hat sich der historische Grundriss komplett erhalten.

Das Hirtenhaus stand jahrelang leer. Teilweise war es bereits eingestürzt. Wegen seiner Baufälligkeit sollte es abgerissen werden. Da entschlossen sich Konrad und Martin Leopold, die in einem Nachbardorf wohnten, das Baudenkmal zu erwerben. In harter Handarbeit wurden die Mauern Stück für Stück unterfangen und auf ein solides Fundament gestellt. Eingestürzte Wände wurden wieder hochzogen, der dicke Kamin in der Rußkuchl erneuert. Als einzige moderne Veränderung wurde an der rückseitigen Giebelwand ein im Stil angepasstes, neues Treppenhaus angebaut. Fast alle historischen Dachbalken konnten gehalten werden. Das Kalkstein-Legschieferplattendach wurde fachgerecht erneuert.

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