Denkmalpreis 2010

Bauernhaus in Hofberg

Bei dem ehemaligen Gasthaus in Hofberg handelt es sich um einen zweigeschossigen Satteldachbau, der in seinem äußeren Erscheinungsbild mit seinen Fenstern und Fensterläden biedermeierlich wirkt, im Kern aber auf das 17. und das 18. Jahrhundert zurückgeht. In ihm wird der Urhof, die älteste Hofstelle und damit der Siedlungskern des ganzen Ortes vermutet.

Unmittelbar neben der Kirche gelegen, zählte das Gasthaus einmal zu den Lebensmittelpunkten der ländlichen Gemeinde. Zusammen mit den Wirtschaftsgebäuden, die einen großen Hof umschließen, ist es Teil einer für die Region ungewöhnlich großzügig dimensionierten Vierflügelanlage. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Haus vollständig mit Asbestzementplatten verkleidet, Einscheibenfenster wurden eingebaut. Ein Schandfleck war im Ort entstanden. Verständlicherweise war eine Eintragung in die Liste der Baudenkmäler unterblieben. Der neue Eigentümer Heinz Gruber legte die Fassaden frei, die Schönheit des alten Gasthauses wurde sichtbar; er konnte so den Nachtrag in die Liste der Baudenkmäler erreichen. Das gesamte konstruktive Gefüge wurde wiederhergestellt. Dieser Maßnahme schloss sich eine Erneuerung des Fassadenputzes in historischer Technik als Kalkputz an. Die unpassenden Fenster wurden durch denkmalgerechte, einfach verglaste Kastenfenster nach historischem Vorbild ersetzt. Entsprechend ging man auch im Inneren vor. Alle erhaltenen Teile der Ausstattung wurden konserviert und umsichtig instandgesetzt. Zur Durchführung der Arbeiten griff Heinz Gruber größtenteils auf einheimische Handwerksbetriebe zurück.

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