Denkmalpreis 1990

Bürgerhaus in Passau

Das Anwesen stammt aus dem 15./16. Jahrhundert. Das dreigeschossige Haus ist fünf Meter breit und 18 Meter tief. Als Wohnhaus der Maler Rueland Frueauf, Vater und Sohn, von 1480 bis 1540, kommt dem Gebäude große historische Bedeutung zu.

Die kleinteilige Baustruktur und die ungünstige Lage sowie der schlechte Bauzustand erschwerten die Instandsetzung. Eine sorgfältige Planung gewährleistete dennoch eine denkmalpflegerisch-fachlich einwandfreie Sanierung. Die Holzdecken wurden behutsam repariert, die vorhandenen Türen an Ort und Stelle belassen. Die beiden erhaltenen Küchen nahmen die Bäder auf. Auf diese Weise ist es gelungen, die Eigenart des Hauses zu bewahren, ohne weitgreifende Eingriffe in die historische Substanz vornehmen zu müssen.

Mit beachtlichem ideellen und finanziellen Engagement wies das Ehepaar Dellefant überzeugend nach, dass ein Altstadthaus auch unter schwierigen Bedingungen wieder zum Leben erweckt und sinnvoll so genutzt werden kann, dass es heutige, moderne Wohnbedürfnisse erfüllt. Mit dem Einzug in das mittelalterliche Höllgassenviertel wurde darüber hinaus unterstrichen, dass es sich auch in diesem Stadtquartier leben lässt.

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