Denkmalpreis 2003

Benefiziatenhaus Straubing

Das Anwesen steht an städtebaulich prominenter Stelle unmittelbar gegenüber dem Chor der gotischen Stadtpfarrkirche St. Jakob. Eine reiche Putzbänderung des späten 18. Jahrhunderts greift ganz selbstverständlich auf den westlichen Anbau über und lässt so eine markante siebenachsige Fassade entstehen. Die dendrochronologische Untersuchung ergab für das Dachgebälk ein Fälldatum von 1674 bis 1677. Das Dachwerk gehört zu den ganz wenigen historischen Baukonstruktionen in Straubing, die den Stadtbrand von 1780 überstanden haben. Bemerkenswert ist auch die Innenausstattung. Bohlenbalkendecken schmücken Räume im Erdgeschoss, barocke Türen mit originalen Beschlägen die wohlproportionierten Wohnräume des ersten Obergeschosses.

Trotz des absehbaren, hohen Instandsetzungsaufwandes erwarben Franz und Anna-Maria Bast das Gebäude auf Erbpacht. Herr Bast arbeitete als Architekt selbst das Instandsetzungskonzept aus. Beim Ausbau des Dachraums wurde das barockzeitliche, handwerklich hervorragend ausgeführte Dachwerk respektiert und nur, wo nötig, ergänzt. Neues wurde stets so gestaltet, dass die Geschichte des Objekts anschaulich gewahrt blieb. Die enormen Kosten für die aufwändige Gesamtinstandsetzung hat das Ehepaar Bast im Wesentlichen allein aufgebracht.

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