Denkmalpreis 2001

Benefiziatenhaus in Amberg

An der Nordseite des Paradeplatzes stehen drei ehemalige Benefitiatenhäuser der Kirche St. Martin. Dazu gehört auch das von 1585 stammende Gebäude Nr. 14. Es handelt sich um ein traufseitiges, zur Straße hin stehendes, zweigeschossiges Haus mit Teilunterkellerung, steilem Dach und einem kleinen Hof mit spätgotischem Gartenhäuschen.

Susanne Rosenbaum erwarb das Gebäude 1996, um es zu restaurieren. Das Haus war damals stark abgewohnt. Bauliche Veränderungen des 19. und 20. Jahrhunderts hatten ihm schwere Schäden zugefügt. Die Tür hatte man versetzt, den ursprünglichen Zustand zugemauert. Jetzt wurde der alte Zustand wiederhergestellt, die Fensterlaibungen ergänzte man. Die Fassade erhielt, entsprechend der historischen Vorgabe, die bei der Befunduntersuchung freigelegt werden konnte, wieder ihre gemalte Idealquaderung. Vierflügelige Mittelkreuzstockfenster ersetzten die modernen Ganzscheibenfenster. Erfreulich ist auch, dass die historische Pflasterung im Hof wieder gewonnen werden konnte. Mit der gleichen Behutsamkeit verfuhr man auch im Innern des Gebäudes. Heute präsentiert sich das Gebäude als vorzüglich instand gesetztes bürgerliches Wohnhaus.

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