Denkmalpreis 2005

Barockpalais in Bamberg

Unmittelbar hinter dem hoch aufragenden spätgotischen Chor der Oberen Pfarre in Bamberg liegt das zweigeschossige, zur Pfarrgasse hin traufständige, 1710 errichtete barocke Anwesen. Die Fassadenecken und die Mittelachse werden von ionischen Pilastern eingefasst, die schlanken Fenster mit geohrten und faszierten Rahmungen sind mit aufgeputzten Brüstungsplatten zu Fensterbahnen zusammengeschlossen.

Unterlassener Bauunterhalt führte im Laufe der Jahre zu akuter Substanzgefährdung. Das Gebäude drohte in Teilen einzustürzen. Decken morschten durch. Trotz des außerordentlich schlechten Bauzustandes entschlossen sich Dr. Norbert und Sibylle Ruß, das Gebäude zu erwerben, um es instand zu setzen. Archäologische Grabungen wurden durchgeführt, ebenso dendrochronologische Datierungen der wichtigsten Bauteile. Alle Eingriffe in originale Strukturen wurden vermieden. Mit der gleichen Behutsamkeit reparierte man den Dachstuhl, die Balkendecken und die barocken Dielenböden. Beim rückwärtigen Arkadenbau im Hof entfernte man spätere bauliche Veränderungen und stellte ihn auf diese Weise wiederher.

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