Maschinenhäuser
der ehemaligen Zwirnfabrik Augsburg
Döllgaststraße 7–9
86199 Augsburg-Göggingen
Regierungsbezirk Schwaben
  Anerkennung 2009
Michael Kießling

 

Die Stadt Augsburg besitzt nicht nur als Fuggerstadt europäische Bedeutung. Sie war bis weit in das 20. Jahrhundert hinein berühmt für ihre Textilien. Zahlreiche bedeutende Gebäude erinnern noch an ihre textilwirtschaftliche Glanzzeit. Ein architektonisch wie städtebaulich ansehnliches Beispiel bilden in diesem Zusammenhang die Gebäude F 15 und F 16 der Zwirnerei und Nähfadenfabrik Göggingen. Der Architekt des Gebäudes F 16 ist nicht bekannt, wohl aber der des Maschinenhauses F 15. Es handelt sich um Philipp Jacop Manz, der auch den Augsburger Glaspalast plante. Ihm dürfte die auch dem heutigen Auge noch wohlgefällige bauliche Gesamterscheinung der Anwesen zu verdanken sein. Beide Gebäude dienten ursprünglich als Maschinenhäuser. Beide sind deshalb als große Hallen ausgebildet. In dem um 1889 entstandenen älteren, durch Rundbogenfenster gekennzeichneten Gebäudeteil soll vor etwa 100 Jahren der erste liegende MAN-Dieselmotor angelaufen sein. Die jüngere, 1911 errichtete Manzsche Halle war ursprünglich „wie eine Kirche“ ausgestattet, mit bunten nicht mehr vorhandenen Glasfenstern und Vertäfelungen aus Majolika-Platten.

Preisbegründung der Jury  
  1986 1987 1988 1989 1990
1991 1992 1993 1994 1995
1996 1997 1998 1999 2000
2001 2002 2003 2004 2005
2006 2007 2008 2009 2010
2011

Denkmalpreise 2009
   Schloss Burgtreswitz
   Marktmühle in Wonsees

Anerkennungen 2009
   Wohnensemble, München
   Klosterförsterei, Langenzenn
•   Maschinenhäuser, Augsburg
   Wohnstallhaus, Schwarzendorf
   Wohnstallhaus, Peuerling

Faltblatt 2009